24. Freiland-Tagung/31. IGN-Tagung am 28. September in Wien

Tabus und neue Wege in Gesellschaft und Tierschutz aufgezeigt.

Wien, 27. Juli 2017 (aiz.info). - Am 28. September findet an der Veterinärmedizinischen Universität Wien (Hörsaal A, 1210 Wien, Veterinärplatz 1) die 24. Freiland-Tagung/31. IGN-Tagung zum Thema "Gesellschaft und Tierschutz: Tabus und neue Wege" statt. Dazu wird eine Reihe namhafter Experten aus dem deutschsprachigen EU-Raum erwartet.

Weltweit werden jährlich rund 319 Mio. t Fleisch produziert. Im globalen Schnitt beträgt der Pro-Kopf-Verbrauch rund 43 kg. Seit einigen Jahren gilt der Schutz der Nutztiere als wichtiges gesellschaftliches Anliegen. Dementsprechend beschäftigt sich der Markt zunehmend mit Verbesserungen des Tierwohls. Die 24. Freiland-Tagung/31. IGN-Tagung stellt zum Themenkomplex "Gesellschaft & Tierschutz" neue wissenschaftliche Erkenntnisse, engagierte Initiativen, die Sicht des Handels und Gedanken der (Bio-)Konsumenten vor und beleuchtet die Verantwortung der öffentlichen Hand hinsichtlich Tierschutz in der Produktion. Zur Diskussion stehen sowohl neue Wege zu mehr Tierwohl/artgerechte Haltung als auch Beispiele für Tabus in der Nutztierhaltung.

Nicht zuletzt honoriert die Tagung Professor Troxlers berufliches Lebenswerk mit seinem kritischen Blick auf die Entwicklung der tiergerechten Nutztierhaltung (in Österreich).

Das Programm:

Nach der Begrüßung durch Hausherrin Petra Winter (Rektorin der Veterinärmedizinische Universität, Wien) und der Eröffnung durch Anna-Caroline Wöhr (Präsidentin der Internationale Gesellschaft für Nutztierhaltung, München) folgen die Expertenstatements zu folgenden Themen: "Tierproduktion und die öffentliche Hand: Chancen, Widersprüche und Ziele" - Nicolas Entrup (Shifting Values e. U, Wien), "Weiterentwicklung im Tierwohl: Alleingang oder Branchenlösung" - Adrian Iten-Marty (Projektleitung Tierwohl bei Coop/CH), "Hütthalers Hofkultur: Träumerei oder Zukunft?" - Florian Hütthaler (Hütthaler KG, Schwanenstadt), "Biofisch - vom Beginn bis zu heutigen Herausforderungen" - Marc Mößmer (Biofisch GmbH, Wien), "Bio 3.0: Warum KonsumentInnen (nicht) Bio kaufen" - Anja Eichinger (Freiland Verband, Wien), "Bio? Logisch! Herausforderungen und Visionen der Bio Austria Next Generation" - Paul Ertl und Andrea Nenning (Bio Austria Next Generation/Ö) und "Freie Abferkelung neu gedacht: Außenklima, Einbahnstraßen und getrennte Funktionsbereiche" - Werner Hagmüller (HBLFA Raumberg-Gumpenstein, Wels-Thalheim).

Am Nachmittag geht es weiter mit den Themen "Wie kommt der Fisch auf den Tisch? Tiergerechtes Betäuben und Schlachten von Regenbogenforellen und Karpfen" - Dieter Steinhagen (Stiftung tierärztliche Hochschule Hannover, Hannover), "Vernachlässigt, wundgelegen, verhungert: Handlungsbedarf bei Falltieren" - Johannes Baumgartner (Veterinärmedizinische Universität, Wien), "Empfindungsfähigkeit von Feten und mögliche Konsequenzen für die Schlachtung gravider Tiere" - Christoph Winckler (Boku, Wien) und abschließend "Tiergerechte Haltung - schau ma mal..." - Josef Troxler (Veterinärmedizinische Universität, Wien).

Anmeldung und Informationen

Anmeldungen zur Tagung sind bis 25. September 2017 mittels eines Formulars, das unter www.freiland.at heruntergeladen werden kann, möglich. Dieses kann direkt online ausgefüllt werden, ebenso ist die Zusendung per E-Mail an freilandtagung@freiland.or.at möglich. Die Anmeldung und die Einzahlung der Tagungsgebühr sind auch vor Ort möglich. Weitere Informationen zur Veranstaltung sind unter www.freiland.or.at zu finden.

Die Tagung wird von der Bundeskammer der Tierärzte als Fortbildungsveranstaltung mit 6,0 Bildungsstunden allgemein, 6,0 FTA Stunden Tierhaltung und Tierschutz sowie vom TGD Österreich mit 6,0 TGD-Stunden anerkannt.